3. Die Sustainable Development Goals

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Die im Kontext der Rio+20-Konferenz entwickelten und 2015 auf höchster politischer Ebene beschlossenen SDGs der Vereinten Nationen greifen innerhalb von 17 Zielen mit 169 Indikatoren die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit auf. Sie bieten prinzipiell einen Orientierungsrahmen für gesellschaftliche Entwicklungsprozesse und in diesem Zuge auch wirtschaftliche Aktivitäten.

Die 17 SDGs der UN
Die 17 SDGs der UN
Quelle: DGVN https://dgvn.de/ziele-fuer-nachhaltige-entwicklung
 

Die Problematik der Zielkonflikte zwischen Dimensionen und einzelnen SDGs bleibt allerdings größtenteils ungelöst. Eine explizite Priorisierung der ökologischen und sozialen Dimensionen gegenüber der ökonomischen findet nicht statt.

Vielmehr wird mit Blick auf das Ziel 9 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ davon ausgegangen, dass eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch erreicht werden kann. Hiermit wird suggeriert, dass in diesem Fall kein Zielkonflikt zwischen ökonomischer und ökologischer Dimension existiert.

Hinweis

Ein indikatorenbasierter Ansatz kann dieses Problem nur unzureichend adressieren. Deshalb ist ein generischer Ansatz notwendig, der Aussagen darüber treffen kann, wie die Technologie grundsätzlich nachhaltiger gestaltet werden kann.

Das bedeutet nicht, dass es keinen Zusammenhang zwischen den SDGs und KI gibt. Die SDGs sind als übergreifender Orientierungsrahmen auf für wirtschaftliche Aktivitäten der KI-Entwicklung und deren Anwendung bedeutsam. Allerdings muss Nachhaltigkeit entlang des gesamten Lebenszyklus betrachtet werden, um die übergeordneten Ziele einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.