1. Offene und geschlossene Systeme

Der größte Teil dieses Wasserbedarfs entfällt auf die Kühlung. Flüssigkeitsgekühlte Rechenzentren setzen in der Regel Trinkwasser als Kühlmittel ein, da dieses frei von schädlichen Verunreinigungen ist, die Korrosion an Serverkomponenten verursachen könnten.

Dabei kommen unterschiedliche Kühlsysteme zum Einsatz: In geschlossenen Systemen wird Wasser in einem Kreislauf durch Rohre geführt, ohne direkten Kontakt zur Außenluft. Dadurch wird der Verlust durch Verdunstung stark reduziert. Offene Systeme hingegen erlauben eine Verdunstungskühlung, bei der Wasser dauerhaft verloren geht. Obwohl geschlossene Systeme kostspieliger sind, gelten sie als deutlich wassersparender. Dennoch setzen die meisten großen Rechenzentren weiterhin auf Verdunstungskühlung, da sie günstiger und technisch einfacher zu betreiben ist (Farfan & Lohrmann, 2023).

Wie hoch der Wasserverbrauch letztlich ausfällt, hängt sowohl von den Betriebszyklen als auch von klimatischen Bedingungen am Standort ab. In heißen und trockenen Regionen ist der Bedarf an Kühlwasser deutlich höher als in gemäßigten Klimazonen. Somit ist der Wasserverbrauch nicht statisch, sondern variiert in Abhängigkeit von externen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Verfügbarkeit von Wasserressourcen (Jegham et al., 2025).

Prognose 2023–2030: Wasserverbrauch von Rechenzentren steigt stark, getrennt nach KI-, Krypto- und sonstigen Rechenzentren.
Prognose 2023–2030: Wasserverbrauch von Rechenzentren steigt stark, getrennt nach KI-, Krypto- und sonstigen Rechenzentren.
Quelle: In Anlehnung an https://www.greenpeace.de/publikationen/20250514-greenpeace-studie-umweltauswirkungen-ki.pdf