3. Energiewende: Umsetzungsstand und Prognosen

Wahrscheinlich kennst Du Medienberichte über die Rekorde bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energiequellen, die immer dann auftauchen, wenn Wind und Sonne besonders ertragreich waren. Und in der Tat ist die Umstellung auf CO2-neutrale Stromerzeugung eine ziemlich Erfolgsgeschichte und der überwiegende Anteil der elektrischen Energie in Deutschland wird inzwischen durch Photovoltaik, Wind und Wasserkraft erzeugt (Destatis, 2025). In der interaktiven Grafik der Agora Energiewende kannst Du das tagesaktuell nachvollziehen.

Die ganze Sache hat aber ein paar Probleme:

  • Wind- und Sonnenenergie fluktuieren stark, deswegen kann für ein stabiles Stromnetz mangels groß skalierter Speichertechnologien bis auf Weiteres nicht auf konventionelle Stromerzeugung verzichtet werden.
  • Der Strombedarf wird im Zuge der Energiewende massiv zunehmen, da mit Elektromobilität und vielen elektrifizierten Industrieprozessen lokale Verbrennungsmotoren und -öfen ersetzt werden.
  • Für viele CO2-Emissionen ist elektrische Energieerzeugung keine Lösung (z.B. Landwirtschaft, Landnutzungsänderungen, Zementherstellung, Gebäudewärme).

Frage

Wie sieht es also mit der Energiewende und Dekarbonisierung insgesamt aus? In der Grafik kannst Du die historische Entwicklung und die aktuell gültigen Projektionen des Umweltbundesamtes nach dem Klimaschutzgesetz nachvollziehen.

Grafik zeigt: Deutschlands CO₂-Emissionen sinken seit 1990; aktuelle Projektionen liegen über dem Zielpfad für 2030–2045.
Grafik zeigt: Deutschlands CO₂-Emissionen sinken seit 1990; aktuelle Projektionen liegen über dem Zielpfad für 2030–2045.
Quelle: Eigene Darstellung nach https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimaziele-bis-2030-erreichbar und https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#emissionsentwicklung