4. Donut-Ökonomie

Im Hinblick auf die Rolle der Ökonomie wurde diese Perspektive mit dem Modell der sogenannten Donut-Ökonomie weiterentwickelt (Raworth 2017), indem es um ein soziales Fundament ergänzt wurde, das zwölf Dimensionen sozialer Gerechtigkeit umfasst – beispielsweise: 

  • den Zugang zu ausreichend Nahrung,
  • zu sauberem Wasser und
  • zu Energie sowie
  • zu einem Gesundheitssystem,
  • die Verfügbarkeit von angemessenem Wohnraum,
  • ordentlicher Arbeit oder auch
  • Gleichberechtigung und
  • politische Teilhabe an der Gesellschaft.

Demnach müssen sich menschliches Handeln und insbesondere ökonomische Aktivitäten nicht nur in einem sicheren, sondern auch in einem gerechten Handlungsspielraum bewegen („safe and just operating space“ (Raworth 2017) (siehe Abbildung unten).

Die ökonomischen Aktivitäten müssen dabei so ausgestaltet sein, dass sie gleichzeitig menschliches Wohlergehen sichern und planetare Grenzen respektieren – somit kommt der ökonomischen Dimension eine sogenannte dienende Funktion zu.

Sozialer Mindeststandard und ökologische Grenzen als sicheren, gerechten Handlungsraum für menschliches Wirtschaften.
Sozialer Mindeststandard und ökologische Grenzen als sicheren, gerechten Handlungsraum für menschliches Wirtschaften.
Quelle: In Anlehnung an Wano2011, CC BY-SA 4.0 https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=127173501