Im Gegensatz zu Öl und Kohle gibt es in Deutschland zahlreiche Vorkommen von nicht-konventionellen und auch konventionellen Erdgaslagerstätten. Gerade in Niedersachsen werden zahlreiche konventionelle Erdgaslagerstätten ausgebeutet. Die geförderte Gasmenge trägt ca. 5% zum deutschen Erdgasverbrauch bei.
Der Großteil des Erdgases, dass in Deutschland verbraucht
wird, wird importiert. Gas kann über Rohrleitungen, sogenannte Pipelines, über
weite Strecken gepumpt werden. Bis 2022 kam ein Großteil des deutschen Erdgases aus Russland. Davon der größte Teil
über die Pipeline Nordstream 1, die durch die Ostsee führt. Im Zuge der
Konflikte rund um den Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine wurden die
Erdgasimporte aus Russland eingestellt.

Inzwischen importiert Deutschland einen Großteil seines
Erdgases aus Norwegen. Es wurden aber auch sogenannte LNG-Terminals gebaut, die
ermöglichen, dass verflüssigtes Erdgas (Liquified natural gas - LNG) per Schiff
importiert werden kann.
Grundsätzlich gilt Erdgas im Verhältnis zu den anderen
fossilen Energieträgern als umweltfreundlich. Das liegt an den geringeren
Emissionen von Staub, Stickoxiden, Schwefeloxiden und Schwermetallen bei der
Verbrennung. Auch wird für dieselbe Menge Energie weniger CO2 freigesetzt.
Moderne Gas- und Dampf-Kraftwerke haben einen hohen Wirkungsgrad und sind gerade gegenüber
reinen Dampfkraftwerken deutlich flexibler einsetzbar, sodass sie gut geeignet
sind Stromengpässe oder Stromspitzen auszugleichen. Ungünstig ist hingegen,
dass bei Förderung und Transport von Erdgas dieses auch entweicht und Methan
ein starkes Kilmagas ist.