Kurs: Grundlagen und Perspektiven der Energiewende | OnCourse UB

  • Lektion 2

    • Vom Lifecylce thinking zur Nachhaltigkeitsanalyse

      Bisher haben wir dargelegt, dass menschliche Aktivitäten vielfältige und oft schädliche Auswirkungen auf die Biogeosphäre haben und direkt oder indirekt auch Menschen schädigen. Um für die Zukunft bessere Handlungsweisen zu identifizieren ist es sinnvoll, die Folgen von bestimmten Handlungsweisen zu quantifizieren und vergleichbar zu machen. Dafür wurden gerade in den letzten 20 Jahren große Anstrengungen unternommen, um Indikatoren zu finden, die schädliches Verhalten erkennbar machen und umgekehrt auch nachhaltiges Verhalten belegbar machen.

      Vier konkrete Ziele von Indikatoren sind nach (Grunwald & Kopfmüller, 2022) folgende:

      1. Information, durch die Darstellung komplexer Betrachtungsgegenstände, um sie messen und bewerten zu können.
      2. Orientierung, indem Diagnosen oder Vergleiche ermöglicht, Probleme und entsprechender Handlungsbedarf identifiziert, sowie bestehende oder potenzielle Zielkonflikte analysiert werden. Indikatoren kommt damit eine wichtige Frühwarnfunktion zu.
      3. Steuerung, anhand der Messung und Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen sowie der Erreichung gesetzter Ziele.
      4. Kommunikation, mithilfe verständlicher Darstellung und Vermittlung komplexer Sachverhalte und Analyseergebnisse für unterschiedliche Adressaten.

      Neben den Aspekten zu den Auswirkungen auf die Umwelt müssen für eine Betrachtung von Nachhaltigkeit aber auch Wirtschaft und Gesellschaft mit einbezogen werden.


      Je nach Kontext und Zielsetzung gibt es hier unterschiedliche Herangehensweisen, die Finkbeiner et al. (2010),orientiert an der Bedürfnispyramide, folgendermaßen hierarchisiert haben: