Entwicklung und Abgrenzung der Bedeutung von Nachhaltigkeit
Das Drei-Säulenmodell
Heute ist der
Begriff Nachhaltigkeit allgegenwärtig. Der Begriff wird nicht mehr nur in
seinem ursprünglichen Kontext verwendet, sondern auf viele andere Felder
übertragen. Teils ist dies auch im ursprünglichen Hintergrund des Begriffs
nachvollziehbar, in anderen Fällen gleicht die Benutzung des Begriffes dann
einer sinnentleerten Worthülse.
Ein zentraler
Begriff, der bei der Diskussion um Nachhaltigkeit häufig fällt, ist der der
Gerechtigkeit. Hierbei kann zwischen intra- und intergenerationeller
Gerechtigkeit unterschieden werden. Die Gerechtigkeit innerhalb einer Generation
bezieht sich beispielsweise auf die unterschiedliche Auswirkung der
menschengemachten Umweltveränderungen in verschiedenen Ländern. In manchen
Regionen sind Menschen viel stärker von den Folgen des globalen Wandels
betroffen, als in anderen, und tragen selbst zu diesen Veränderungen mitunter wenig bei.
Bei der Gerechtigkeit zwischen den Generationen - also der intergenerationellen Gerechtigkeit - geht es darum, dass
nachkommende Generationen ähnliche Möglichkeiten haben sollen, wie die
vorherigen.
Zudem ist es üblich den Nachhaltigkeitsbegriff in drei Dimensionen
aufzuteilen. Es wird unterschieden zwischen
- ökologischer Nachhaltigkeit,
- ökonomischer Nachhaltigkeit und
- sozialer Nachhaltigkeit.
Diese Einteilung nennt man auch das
Drei-Säulen-Modell (vgl. Hauff, 2014).
Analog dazu unterscheiden Hauff auch drei Formen des Kapitals: Ökologisches Kapital, Ökonomisches
Kapital und Sozialkapital. Diese Kapitalformen sollen so erhalten bleiben, dass
sie auch folgenden Generationen zur Verfügung stehen. Wenn man also von einer
nachhaltigen Entwicklung spricht, sollten diese drei Aspekte der Nachhaltigkeit
berücksichtigt werden.