Megatrends des globalen Wandels
Die Umsetzung der Ziele der Agenda 21 wurde unzureichend vorangetrieben. Zwar gab es Bemühen einzelner Regierungen die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, dies geschah allerdings nicht in der notwendigen Konsequenz, die die negativen Entwicklungen hätte stoppen können. Daher wurden immer wieder große internationale Konferenzen abgehalten, die zum Ziel hatten einen besseren Umgang mit Umwelt und Ressourcen zu erreichen.
Bis 2015 fanden allein 21 Klimakonferenzen statt, auf denen sich die Staaten auf mehr oder weniger feste Ziele einigten. Zwanzig Jahre nach Verabschiedung der Agenda 21 war das gesellschaftliche und politische Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen gestiegen. Die Folgen des menschlichen Handelns waren schon viel stärker zu spüren. Durch wissenschaftliche Arbeiten waren die Folgen menschlichen Handelns besser analysiert und konkrete Prognosen verfügbar, die zum Teil pessimistischer und drastischer sind, als die des Club of Rome in den 1970er Jahren.
Werner Mittelstaedt fasste die aktuellen und prognostizierten Entwicklungen im Jahr 2012 in Form von sechs sogenannten Megatrends zusammen. Megatrends deshalb, weil Sie global relevant waren und ihre Folgen besonders drastisch sein könnten. Diese Megatrends verursachen tiefgehende ökologische, soziale und ökonomische Krisen, die allerdings mit einer konsequenten nachhaltigen Entwicklung gelöst werden könnten:
(Mittelstaedt (2012): "SMALL: Warum weniger besser ist und was wir dazu wissen sollten", Peter Lang GmbH, S.25-127)
Die Probleme,
die der Club of Rome 40 Jahre vorher aufgezeigt hatte, blieben bestehen und es
kamen in Form von Klimawandel und dem Biodiversitätsverlust, also dem
beschleunigten Aussterben von Tier und Pflanzenarten, weitere Folgen hinzu.