Biokraftstoffe
Die Nutzung von Biokraftstoffen bringt im Vergleich zur Verbrennung von fossilen Kraftstoffen einen verminderten Ausstoß von Treibhausgasen.
Die Verbrennung von Diesel aus Erdöl setzt ungefähr 342 g/kWh CO
2 frei, wobei ca. 21% in der sogenannten Vorkette, also die Herstellung und den Transport des Kraftstoffs, entstehen.
(Tabelle: Lauf et al. (2023), S.146)
Bei Biodiesel wird in der Bilanz durch die Verbrennung keine
direkte Emission von CO2-Äquivalenten angenommen, da dieser zuvor von den
Pflanzen gebunden wurde. Die Emissionen in der Tabelle unterscheiden sich je nach
genutzter Quelle des Öls. Wenn der Biodiesel aus Abfall und Reststoffen besteht wird in
der Vorkette besonders wenig CO2 freigesetzt und insgesamt werden nur 8% der
THG-Emissionen des Diesels aus Mineralöl freigesetzt. Biodiesel aus Raps setzt
im Vergleich ungefähr 28% der CO2-Äquivalenten Emissionen frei, Biodiesel aus
Palmöl ca. 20%.
(Tabelle: Lauf et al. (2023), S.145)
Bei den Emissionen von säurebildenden Stoffen gibt es im
Gegensatz zu den CO2-Äquivalenten keinen konsistenten Vorteil des Biodiesels,
die Emissionen liegen teilweise deutlich (aus Sonnenblume/Soja/Palmöl) über
denen des normalen Diesels und teils deutlich unter diesen (Raps/Abfall). Die
direkten Emissionen sind aber deutlich geringer. Bei den Emissionen von Staub,
Kohlenmonoxid und flüchtigen organischen Verbindungen sind die Unterschiede
geringer.
Beim Bioethanol sind die Einsparungen der Emissionen
im Verhältnis zum mineralischen Benzin deutlich größer als die Einsparungen
beim Biodiesel gegenüber mineralischem Diesel. Die emittierten CO
2-Äquivalente
betragen im Vergleich zum mineralischen Kraftstoff maximal 16% und alle anderen
Emissionen sind ebenfalls deutlich geringer als beim Ottokraftstoff. Auch hier
gibt es Unterschiede zwischen den Energiepflanzen, Mais und Abfälle sind
deutlich umweltschonender als Zuckerrohr und Zuckerrüben.

(Tabelle: Lauf et al. (2023), S.148-150)