Potentiale und Grenzen zur Gewinnung von Wärme und Strom aus fester Biomasse
Holz ist schon seit Beginn der Energiewende der bedeutendste Energieträger zur Gewinnung von Wärme. Seine Bedeutung nimmt aber zu anderen erneuerbaren Technologien, durch den Zubau von Wärmepumpen und anderen Technologien, ab.
Deutschland verfügt über große Holzreserven in den Wäldern,
die tendenziell leicht zunehmen (vgl. Der Wald in
Deutschland - Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur, 2024). Die Frage, ob mehr Holz zur
Energiegewinnung genutzt werden sollte, ist aber nicht so einfach zu
beantworten. Holz ist eine erneuerbare
Ressource und damit auch ein erneuerbarer Energieträger. Jedoch wird bei der Verbrennung
von Holz klimaschädliches CO2 freigesetzt. Die Gewinnung, der Transport und die
Verarbeitung von Holz haben ebenfalls Auswirkungen auf die Umwelt.
Dies verdeutlichen z.B. die Umweltbelastungen, die aus der Verbrennung von
Hackschnitzeln für die Gewinnung einer kWh Energie aufgewendet werden:

(Daten: oekobaudat.de)
Tatsächlich werden insbesondere bei der Verbrennung in
privaten Einzelraumfeuerungsanlagen (also Öfen und Kaminen), die mit Scheitholz
betrieben werden, auch relativ große Mengen Kohlenstoffmonoxid, Staub und
Feinstaub freigesetzt. Dies kann durch eine schlechte Heiztechnik, also die Art
und Weise das Feuer zu entfachen und zu erhalten, noch verstärkt werden. Je
nachdem, wie ein Ofen geheizt wird, entstehen mehr dieser Schadstoffe (vgl. Behnke & Kemper (2023)). Gerade Feinstaub ist
gesundheitsschädlich und kann zu Problemen führen, wenn in Wohngebieten viele
dieser Anlagen betrieben werden. Automatisierte Zentralheizungsanlagen, die mit
Pellets oder Hackschnitzeln betrieben werden, sind weniger problematisch.
Insgesamt ist die Holzverfeuerung für fast 20% der Feinstaubemissionen in
Deutschland verantwortlich.

(Grafik:© Umweltbundesamt: Zusammensetzung der NOx- und PM2,5-Emissionen)
Neben den Emissionen bei der Verbrennung geht hier auch die eingesetzte Primärenergie für die Ernte, das Hacken und den Transport des Holzes ein. Es ist bemerkenswert, dass dieser für Privatpersonen deutlich größer ist (vgl. Zimmer (2010))