Der Herstellungsprozess ist dem der Herstellung für Computerchips, die in allen digitalen Geräten verbaut sind, sehr ähnlich. Für die beschriebenen Verfahren gibt es auch technologische Alternativen und Modifikationen. Allen Verfahren ist aber gemein, dass sie sehr aufwändig, ressourcen-und energieintensiv sind. Die produzierten Mengen der verschiedenen Verarbeitungsstufen nimmt weltweit kontinuierlich zu und die Rohsiliziumproduktion hat sich zwischen 2005 und 2022 nahezu verdreifacht (vgl. Elsner & Schnauder (2023)).
Herstellungsort und dessen Folgen
Um zu betrachten, wie die Herstellung der PV-Module
sich auf die Umwelt auswirkt, muss unterschieden werden, wo die
Photovoltaikmodule hergestellt werden. Die weltweite Herstellung von
Rohsilizium konzentriert sich auf wenige Länder, wobei in China mehr als 70%
der Produktion erfolgt. In Deutschland gibt es nur einen Standort für die
Herstellung von Rohsilizium. Für die in Deutschland hergestellten PV-Module
wird großteilig Silizium aus Norwegen und der EU, aber auch aus China
importiert. Weil für die Gewinnung des kristallinen Siliziums sehr viel Energie
gebraucht wird, macht es einen Unterschied welchen Strommix die
Herstellungsländer haben. Wenn, wie in China, ein großer Teil des Stroms aus
Kohle gewonnen wird, ist der Ausstoß an Treibhaugasen für die Herstellung der
PV-Module deutlich größer, als wenn die Energie, wie in Norwegen, überwiegend
aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird. Dies gilt auch für das Säurepotential,
Eutrophierungspotential oder das photochemische Oxidationspotential (
Ozonbildung), die insbesondere durch die Nutzung fossiler
Energieträger nach oben getrieben werden.
In der Abbildung ist der Strommix
verschiedener Regionen und Länder (CN = China, EU- Europäische Union, JP =
Japan, KR = Korea, NO = Norwegen, US = USA) vergleichend in Bezug auf die
verschiedenen Ebenen von Umweltauswirkung angegeben. China ist aufgrund seiner
Bedeutung auf 100% gesetzt.


(Grafiken: ©Umweltbundesamt/Hengstler et al. (2021), S. 179 u.177)