Das Prinzip der Photovoltaik
Photovoltaik
Photovoltaik beschreibt die Umwandlung von Lichtenergie in
elektrische Energie. Diese Umwandlung geschieht mit Hilfe sogenannter
Solarzellen, die zu mehreren in einem Photovoltaik-Modul enthalten sind.
Wesentlicher Bestandteil der Solarzelle ist das Element Silizium, dass als Halbleiter wirkt und ein Halbmetall ist.
Halbleiter haben die Eigenschaft Strom nur unter bestimmten Bedingungen leiten zu können, im Gegensatz zu anderen Elementen oder Verbindungen, die Strom immer leiten (z.B. alle Metalle) oder nichtleitend wirken (z.B. Salze).
Wenn Strom fließt, ist das eigentlich eine gerichtete Bewegung von Elektronen von einem Atomkern zum nächsten. Elektronen sind an einen Atomkern gebunden und je nachdem wie fest diese Bindung ist, kann Strom fließen oder nicht. Die Elektronen, die potentiell fließen können, nennt man Valenzelektronen.
Silizium bildet in seiner kristallinen Form ein regelmäßiges Atomgitter, dabei sind für jedes Atom vier äußere Elektronen, die Valenzelektronen, gleichmäßig verteilt. Die Elektronen zweier benachbarter Atome bilden ein Elektronenpaar. In diesem Zustand sind die Valenzelektronen fest gebunden und können nicht fließen. Das Silizium leitet in diesem Zustand keinen Strom.

Es gibt auch andere Verbindungen, die sehr ähnliche Eigenschaften zu Silizium haben und ebenfalls in der Photovoltaik Anwendung finden: Gallium-Arsenid und Cadmium-Tellurid.
Damit in solch einem Gitter trotzdem Strom fließen, also
Elektronen in Bewegung kommen können, müssen die Valenzelektronen so stark angeregt
werden, dass die Bindung mit dem anderen Elektron und dem Atomkern aufbricht.
Diese Anregung kann durch die Erhöhung der Temperatur oder durch auftreffende
Strahlung, also auch Licht, geschehen.
Photoelektrischer Effekt
Die Anregung des Energiezustands durch eintreffendes Licht,
wird als innerer photoelektrischer Effekt bezeichnet. Er ist die Grundlage der
Energieumwandlung in einer Solarzelle. Ein durch Licht angeregtes Elektron kann
seine Position in dem Gitter verlassen und hinterlässt dann ein Elektronenloch
im Kristallgitter. Wenn mehrere dieser Löcher entstehen, können diese von einem
anderen angeregten Elektron gefüllt werden. Wenn das Silizium in einen
Stromkreis eingebunden ist, verläuft der Fluss der Elektronen gerichtet, d.h.
ein angeregtes Elektron springt immer zu einem Loch in Richtung des Pluspols
des Feldes. Die Löcher des Gitters verschieben sich dadurch in die
entgegengesetzte Richtung.

(Eigene Darstellung, basierend auf Mertens (2020))