Jubiläumskonferenz zu 15 Jahre Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen liebe Partner:innen der VAN, liebe Interessierte,

unter dem Motto "BNE-Lehre 2030: nachhaltig. wirksam. digital." feiern wir 2026 das 15-jährige Bestehen der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit (VAN) und möchten Sie herzlich einladen, mit uns gemeinsam nach vorn zu blicken.

Seit unserer Gründung entwickeln wir digitale Lehrangebote im Bereich Nachhaltigkeit, forsch zu (digitaler) Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und sind in nationalen und internationalen Netzwerken aktiv. Unsere Jubiläumskonferenz widmet sich der Fragen, wie eine Lehr-und Lernkultur aussehen kann, die digital anschlussfähig ist, zugleich wirksam bleibt und Nachhaltigkeitskompetenzen stärkt.

Wann? Start: 06. Oktober 2026 um 12:00 Uhr, Ende: 07. Oktober 2026 um 14:00 Uhr
Wo? Kassenhalle im Forum am Domshof, Universität Bremen (Bremer Innenstadt)

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

 

Konferenzprogramm

Dienstag, 06. Oktober 2026
 
12:00 – 13:00 Registrierung, Ankommen, Vernetzen
 
13:00 – 13:45 Eröffnung und Grußworte
Prof. Dr.-Ing. Maren Petersen (Konrektorin für Lehre und Studium, Universität Bremen)
Staatsrätin Karolina Kumar (Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Land Bremen)
 
13:50 – 14:10 Podiumsgespräch: Wie sieht die digitale, wirksame und nachhaltige Lehre 2030 aus?
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck (Vorsitzende der Kommission für Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit und Klimaneutralität, Universität Bremen)
Vivian Clausen (Studentin, Leuphana Universität Lüneburg)
Dr. Yildiray Ogurol (Geschäftsführer Zentrum für Multimedia in der Lehre, Universität Bremen)
Prof. Dr. Georg Müller-Christ (Vorsitzender Direktorium Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit)
 
14:15 – 15:00 Keynote: Lehre 2030: Zukunftskompetenzen für eine digitale und nachhaltige Gesellschaft
Prof. Dr. Marco Rieckmann (Professur für Hochschuldidaktik, Universität Vechta)
 
15:05 – 15:30 Pause / Kaffee 
 
15:30 – 17:00 Parallele Workshops
▶ Workshop 1: Nachhaltigkeit wirksam in der Hochschullehre verankern - Wie kann BNE nicht nur Add-on, sondern Teil der Curricula werden?
Inhalt: Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – von der Idee bis zur Institutionalisierung braucht es oft viele Schritte und verschiedene Ansätze. BNE soll dabei nicht nur Projekt bleiben, sondern sich als kulturelle und strukturelle Veränderung in der Hochschule etablieren. Im Workshop zeigen drei Impulsvorträge auf, wie Nachhaltigkeit in der Lehre wirksam verankert werden kann: durch individuelle Anerkennung von (externen) Lernprozessen, durch Persönlichkeitsbildung im Lehrprozess und durch im (Fach-) Curriculum-integrierte Umsetzung. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, wie Hochschulen von punktuellen Maßnahmen zu einer nachhaltigen, systemischen Kultur der BNE gelangen können – mit Wirkung, Verbindlichkeit und langfristiger Verankerung.

Workshopleitende und Impulsgebende: BRENA-Bremer Nachhaltigkeitszertifikat (Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit), Institut für Nachhaltigkeitscoaching (Universität Bremen), Teaching4Sustainability (Universität Würzburg)

▶ Workshop 2: Lernprozesse und Selbststudium digital begleiten
Inhalt: Bei der Gestaltung einer Lehrveranstaltung bieten sich viele Möglichkeiten Studierende durch den gezielten Einsatz digitaler Elemente zu unterstützen. Digitale Bestandteile können dabei mehr als ein reines Add-on sein: Vielmehr eignet sich der digitale Raum ausgezeichnet, um den gesamten Lernprozess – vom inhaltlichen Input über die Lernphasen bis hin zur Prüfungsgestaltung – studierendenzentriert aufzubereiten. Dieser Workshop gibt über praxisnahe Beispiele Einblicke in verschiedene (digitale) Lehr- und Lernformate – von punktueller digitaler Anreicherung der Präsenzlehre, über Blended-Learning-Szenarien bis hin zu reinen Online-Veranstaltungen. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, inwiefern sich die eigenen Konzepte digital aufbereiten lassen und mit geeigneten Medien und Werkzeugen lernförderlich gestaltet werden können.

Workshopleitende und Impulsgebende: Zentrum für Multimedia in der Lehre (Universität Bremen)

▶ Workshop 3: (Un)Vermeidbar? Generative KI im Hochschulkontext
Inhalt: Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude sind aus dem Hochschulalltag vieler Lehrender und Studierender nicht mehr wegzudenken. Dabei wissen viele von uns um die negativen Auswirkungen dieser Technologie für unseren Planeten: Generative KI verbraucht große Mengen an Wasser und Energie für Rechenzentren, stützt sich auf schlecht bezahlte Clickworker-Arbeit und auf den Abbau seltener Erden. Mit Nachhaltigkeit sieht es schwierig aus. Hinzu kommt das Risiko, dass wir Fähigkeiten, die für wissenschaftliches Arbeiten wichtig sind wie kritisches Denken, Schreiben und Argumentieren immer weniger üben oder sogar vollständig auslagern. Und trotzdem nutzen viele von uns generative KI. Oft wird es fast schon vorausgesetzt, man muss sich rechtfertigen, warum man so lange für einen Text braucht, schließlich gibt es doch KI. Aber ist die Nutzung generativer KI wirklich so unvermeidbar, wie es scheint? Ist das der technologische Fortschritt, dem wir uns einfach nicht verweigern dürfen? In diesem Workshop beschäftigen wir uns genau mit solchen Narrativen rund um Technikdeterminismus und imaginierten KI-Zukünften. Wir nehmen Donna Haraways (2016) Konzept des Technofix in den Blick: das Narrativ, das Technologie zum Allheilsbringer unserer Probleme macht und fragen: Dürfen wir uns widersetzen? Eine wachsende Bewegung in der Wissenschaft tut genau das und erprobt Verweigerung als Haltung gegenüber generativer KI. Gemeinsam gehen wir der Frage nach wann und ob der Einsatz von Sprachmodellen in Lehrkontexten sinnvoll ist. Dabei geht es darum, einen eigenen Umgang zu finden und bewusstere Entscheidungen in Bezug auf die Nutzung generativer KI zu treffen. Wir starten mit einem fachlichen Impuls, dann geht es in die eigene Reflexion: Die Teilnehmenden erarbeiten Werte und Praktiken, die es für eine kritische GenKI-Kompetenz braucht.

Workshopleitende und Impulsgebende: Ori Isakowitsch (ECO AI Lab @ZUG gGmbH)

 
17:10 – 17:40 Blitzberichte aus den Workshops & Diskussion
 
17:40 – 21:00 Kassenhallen-Salon
Gemeinsames Anstoßen zum 15-jährigen Geburtstag der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit / Vernetzen
 
 
Mittwoch, 07. Oktober 2026
 
09:00 – 10:00 intern: Mitgliederversammlung der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit
 
10:00 – 10:20 Ankommen & Check-in
 
10:20 – 10:30 Warm-up in den Tag
 
10:30 – 12:00 Parallele Workshops
▶ Workshop 1: Netzwerke als Erfolgsfaktor für (B)NE an Hochschulen - Wie können Netzwerke (B)NE an Hochschulen systemisch voranbringen?
Inhalt: Netzwerke können Kräfte bündeln, Wirkung verstärken und das voneinander lernen fördern. Von der gemeinsamen Nutzung digitaler Lehrangebote über regionale Kooperationen bis hin zu bundesweiten Strategien – Netzwerke sind für die Hochschul-BNE von zentraler Bedeutung. In drei Impulsen werden in diesem Workshop unterschiedliche Netzwerkansätze vorgestellt und jeweils aufgezeigt, wie durch Zusammenarbeit, Ressourcenaustausch und gemeinsame Ziele BNE an Hochschulen wirksam vorangebracht werden kann. Anschließend soll gemeinsam reflektiert und erarbeitet werden, wie Vernetzung mehr sein kann als Austausch – sondern eine treibende Kraft für Innovation, Wissensteilung und institutionelle Veränderung.

Workshopleitende und Impulsgebende: Deutsche Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen - DG HochN, Koordinationsstelle Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen , Partnernetzwerk der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit

▶ Workshop 2: Virtuelle Räume kritisch gestalten: Wie kann Raumdidaktik in Virtual Reality zwischen Performativität, Reflexivität und digitaler Ethik entwickelt werden? 
Inhalt: Virtuelle Räume sind keine neutralen Container, sondern konstruierte Bild- und Erfahrungsräume. In ihnen materialisieren sich Entscheidungen über Perspektive, Sichtbarkeit, Körperlichkeit, Bewegung, Narration und Teilhabe. Gerade darin liegt ihr didaktisches Potenzial, aber auch ihre ethische Brisanz. Der Workshop nimmt VR daher nicht als bloße Übersetzung bestehender Lehr-Lern-Settings in ein neues Medium in den Blick, sondern fragt nach einer eigenständigen Raumdidaktik virtueller Umgebungen. Ausgehend von Ansätzen der Ausstellungs-, Konfrontations- und Simulationsdidaktik wird diskutiert, wie performatives Arbeiten in VR neue Möglichkeiten für reflexive Bildungsprozesse eröffnen kann. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei motologischen Perspektiven, also der Verknüpfung körperlicher Bewegung mit der Arbeit an mentalen Repräsentationen, sowie einer räumlich-reflexiven Haltung gegenüber virtuellen Gestaltungsentscheidungen. Anhand ausgewählter Beispiele wird gemeinsam analysiert, welche Raumlogiken, Repräsentationen und Narrative in virtuellen Umgebungen wirksam werden und wie alternative, kritisch-reflexive Raumgestaltungen entwickelt werden können. Theoretisch kann dabei an Henri Lefebvres Verständnis von räumlicher Praxis, Raumrepräsentationen und Repräsentationsräumen angeschlossen werden.

Workshopleitende und Impulsgebende: Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit

▶ Workshop 3: Demokratie als Katalysator der sozial-ökologischen Transformation
Inhalt: Obwohl das fachliche Wissen und die technologischen Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung weitreichend vorhanden sind, bleibt die Überwindung der Knowledge-Action Gap eine zentrale Herausforderung. These dieses Workshops ist, dass Demokratie eine Schlüsselkompetenz der BNE sein muss, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen. Im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit schnellen Handelns und der Anforderung einer breiten gesellschaftlichen Mobilisierung, ergründen wir in diesem Workshop Dilemmata, die im Kontext der Demokratisierung der BNE entstehen. Beispielhaft seien hier der Konflikt zwischen der Einschränkung gegenwärtiger versus zukünftiger Freiheitsrechte sowie die Spannung zwischen mühsamer und konfliktbeladener demokratischer Aushandlung und dem ressourcenschonenderen Verbleiben in der eigenen „Bubble“ genannt. Als demokratisches Moment des Workshops setzen wir uns mithilfe der Methode der verkörperten Perspektivübernahme mit den zuvor identifizierten Dilemmata auseinander. Ziel ist dabei, dass alle Teilnehmenden Impulse und Ideen für die Einbindung und Verankerung von Demokratiebildung in der BNE gewinnen.

Workshopleitende und Impulsgebende: Dr. Josef Merk (Coach, Lehrbeauftragter, Mehr Demokratie e.V.)

 
12: 00 – 12:20 Pause / Kaffee / Vernetzen
 
12:20 – 12:50 Blitzberichte aus den Workshops & Diskussion
 
12:50 – 13:35 Closing-Keynote: Reflexionen zu Potentialen transformativen Lernens in der Online-Lehre
Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski (Professur Bildung für nachhaltige Entwicklung, Universität Regensburg)
 
13: 35 – 14:00 Abschluss / Vernetzen
 
 
 

Veranstaltungsort

Die Jubiläumskonferenz findet Mitten in der Bremer Innenstadt im "Forum am Domshof" auf dem neuen City Campus der Universität Bremen statt. Das Forum ist vom Bremer Hauptbahnhof in wenigen Minuten per Bus, Straßenbahn oder zu Fuß zu erreichen.

Adresse: Domshof 26, 28195 Bremen

 

Anreise und Parken

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Bremer Straßenbahn AG: Haltestelle Domsheide oder Schüsselkorb.

In der Nähe der Domshofs gibt es ein kostenpflichtiges Parkhaus (BREPARKhaus Am Dom).

Das Forum am Domshof ist hervorragend zu Fuß sowie mit dem Fahrrad erreichbar. Unter dem Gebäude gibt es ein geräumiges Fahrradparkhaus.

 

Anmeldung

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Wir bitten daher um eine Anmeldung bis zum 31.08.2026 über unser Anmeldeportal: