3. Künstliche Intelligenz: simulierte neuronale Netzwerke

Viele Systeme, die man unter dem Schlagwort Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet, basieren auf ganz ähnlichen Informationsverarbeitungsprinzipien. KI-Anwendungen spielen natürlich auch in der Smart City eine große Rolle, da sie für die Steuerung vieler urbaner Funktionen eingesetzt werden können. KI ist ein weiter Begriff, der viele Technologien und Anwendungen umfasst.

Hier ist das Ziel lediglich, die Gemeinsamkeiten hinter verschiedenen Arten von Intelligenz zu verstehen, um so eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, was man unter einer intelligenten Stadt (also: Smart City) verstehen könnte.

Ein künstliches neuronales Netzwerk: Eingaben werden durch verborgene Schichten verarbeitet und als Klassifikation ausgegeben
Ein künstliches neuronales Netzwerk: Eingaben werden durch verborgene Schichten verarbeitet und als Klassifikation ausgegeben. Quelle: Eigene Darstellung.

Wie im Gehirn funktioniert diese Klassifikation (eine grundlegende Intelligenzleistung) ohne irgendeine zentrale Instanz, die eine Entscheidung trifft. Stattdessen wird zwischen vielen verborgenen künstlichen Neuronen (Mitte der Grafik oben) eine Art „Aktivation“ ausgetauscht (letztlich eine Berechnung mit vielen Parametern), bis am Ende der eine oder der andere Begriff aktiviert wird.

Damit das Netzwerk das kann, muss es vorher trainiert werden. Dabei werden ihm, ähnlich wie z.B. ein Kleinkind Sprache lernt, immer wieder viele Paare von sensorischen Mustern und Begriffen gezeigt. In dieser Trainingsphase passt das Netzwerk die mathematischen Gewichte zwischen den einzelnen Neuronen immer wieder an, bis es am Ende automatisch ein beliebiges Objekt richtig „erkennt“.