Die Datenerfassungspraktiken von ChatGPT sind umfassend und erfassen sowohl direkte Eingaben als auch Metadaten:
Von Nutzern generierte Inhalte
Eingaben und Antworten: Jede Anfrage, Anweisung oder Unterhaltung mit ChatGPT wird unbegrenzt gespeichert, sofern der Nutzer sie nicht selbst löscht. Dies schließt sensible Daten wie persönliche Informationen, proprietären Code oder interne Unternehmensstrategien ein.
Datei-Uploads: Dokumente, Bilder oder Tabellen, die mit ChatGPT geteilt werden, werden für das Training des Modells und die Verbesserung des Dienstes gespeichert.
Konten- und Geräteinformationen
Profilangaben: Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Zahlungsinformationen (für Plus-Abonnenten).
Technische Metadaten: IP-Adressen, Browsertypen, Betriebssysteme und ungefähre Geolokalisierung.
Nutzungsanalysen
Interaktionsmuster: Nutzungshäufigkeit, Sitzungsdauer und bevorzugte Funktionen.
Kommerzielle Daten: Abonnementstypen, Transaktionshistorien und API-Nutzungsmetriken.
Vertiefung
Im Gegensatz zu früheren Versionen verarbeitet die ChatGPT-Infrastruktur von 2025 Daten in Echtzeit für den KI-Agenten „Operator“. Dabei werden gelöschte Screenshots und Browserverläufe bis zu 90 Tage lang gespeichert – also dreimal länger als bei normalen ChatGPT-Interaktionen. Diese längere Aufbewahrungsfrist bedeutet, dass sensible Informationen wie private Bilder oder Surfgewohnheitenlänger gespeichert bleiben, was für Nutzerinnen und Nutzer potenzielle Datenschutzrisiken mit sich bringt.