KI und Nachhaltigkeit
Kurs: KI und Nachhaltigkeit | OnCourse UB
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Nachhaltigkeitsdefinition im Kontext von KI
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Hinweis
Ein indikatorenbasierter Ansatz kann dieses Problem nur unzureichend adressieren. Deshalb ist ein generischer Ansatz notwendig, der Aussagen darüber treffen kann, wie die Technologie grundsätzlich nachhaltiger gestaltet werden kann.
Das Nachhaltigkeitsverständnis im Kontext von KI (siehe auch Abbildung 6) orientiert sich an den bereits vorgestellten drei zentralen Dimensionen: soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit. Die Unterscheidung der Dimensionen dient im Folgenden der Abgrenzung und Strukturierung der Nachhaltigkeitskriterien. Dies kann nur eine idealtypische Unterscheidung sein und in den realen Prozessen sind vielfältige Wechselwirkungen zwischen diesen Dimensionen zu beobachten. Gleichzeitig ist das Verständnis dieser Wechselwirkungen grundlegend, um die Frage nach der konkreten nachhaltigen Ausgestaltung von KI-Systemen, überhaupt zu beantworten.
Es wird deutlich, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Grunde zwei Seiten einer Medaille sind. Denn ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt und menschenwürdige Lebensbedingungen kann auch der Schutz von Umwelt und Natur nicht gelingen und ohne eine intakte Umwelt können menschenwürdige Lebensbedingungen langfristig nicht aufrechterhalten werden.
Deshalb wird heutzutage auch von sozial-ökologischer Transformation gesprochen (Brand 2014), um zu verdeutlichen, dass nur mit tiefgreifenden Veränderungsprozessen eine sozial und ökologisch gerechte Gesellschaft ermöglicht werden kann. Die Ökonomie, die wir ins Zentrum unserer Abbildung gesetzt haben, ist insbesondere im Hinblick auf KI der entscheidende Einflussfaktor. Er nimmt wesentlich auf die Erreichung dieser Zielsetzungen Einfluss. Denn es sind die wirtschaftlichen Aktivitäten, also der Produktions- und Konsumzyklus, der einen wesentlichen Anteil daran hat, ob planetare Grenzen und menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben in Einklang gebracht werden können.
Ökonomie im Zentrum, umgeben von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit; Pfeile zeigen wechselseitige Abhängigkeiten
Quelle: In Anlehnung an Rohde et al. 2021Die Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen, die sich im Zuge einer sozial-ökologischen Transformation stellen, werden häufig im ökonomischen Kontext wirksam. Deshalb lautet die Frage der kommenden Jahrzehnte vor allem, wie wir wirtschaftliche Aktivitäten so ausgestalten können, dass wir soziale Ziele erreichen und ökologische Grenzen nicht sprengen. Die politische Steuerung, die in den Diensten dieser normativen Zielsetzungen stehen muss, ist dabei von außerordentlicher Bedeutung (siehe dazu auch Kapitel 1.5).
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