Fallstudie zu Wasserinfrastruktur
Programme wie „Modellprojekte Smart Cities“, das wir in der vorherigen Lektion kennengelernt haben, unterstützen mit Steuermitteln vorwiegend die Stadtverwaltungen und öffentlichen Unternehmen. Global werden Smart Cities aber auch als privatwirtschaftliches Betätigungsfeld verstanden. Neben großen High-Tech-Unternehmen (das hatten wir schon kurz in Lektion 3.1 gesehen) sind auch Startup-Gründungen von großer Relevanz, in welche viel Kapital investiert wird (Kummitha, 2019; StartUS Insights, 2025; siehe auch Kapitel 10).
Ein Beispiel ist VODA.ai (https://voda.ai), ein US-amerikanisches Software-as-a-Service-Unternehmen, das sich auf die KI-gestützte Instandhaltung von Wasserinfrastruktur spezialisiert hat. Das Unternehmen analysiert historische Rohrleitungsdaten, Wetter- und Bodendaten – um Risikobewertungen für Wasserrohre und Leitungen präzise vorherzusagen. Stadtwerke können mithilfe dieser Vorhersagen Rohrbrüche und Leckagen frühzeitig erkennen und so gezielt und effizient in Wartung, Reparaturen und Erhaltung investieren.
Schau Dir das nachfolgende Interview mit Benjamin Schröder an. Er ist Chief Technology Officer (CTO) von VODA.ai und erklärt, wie digitale Datentechnologie Städten helfen kann, ihre Infrastruktur besser zu bewirtschaften. Außerdem spricht er über die wirtschaftliche Logik von Smart-City-Startups, ein Thema, das uns in diesem Kurs noch häufiger begegnen wird.