Kurs: Nachhaltige Städte | OnCourse UB

  • Lektion 5

    • Fallstudie Luckenwalde

      Im letzten Kapitel hatten wir uns als Fallstudie mit großen Metropolen wie Hong Kong, Berlin und Paris beschäftigt. Hier ist nun eine kleinere Stadt dran dran, denn wir hatten gesehen, dass die meisten Städte eher klein sind. Zumindest in Deutschland leben auch die meisten Menschen in kleinen und mittleren Städten.

      Luckenwalde hat heute etwas über 20.000 Einwohner*innen und liegt etwa 50 km südlich von Berlin. Auf der Wikipedia-Seite Luckenwalde kannst Du Dich ausführlich über die Stadt und ihre Geschichte informieren. Die folgende Foto-Strecke gibt Dir einen kurzen visuellen Eindruck. (alle Bilder Tobias Schröder 2026)

    • Luckenwalde hat sich als so genannte Modellstadt an der Entwicklung des Portals Nachhaltige Kommunen beteiligt, das wir in der vorherigen Lektion kennen gelernt haben. Hier kannst Du Dir automatisch erstellte Nachhaltigkeitsberichte anschauen, welche die Daten aus dem SDG-Indikatorensystem der Bertelsmann Stiftung und der kommunalen Spitzenverbände nutzen. Außerdem kannst Du oben rechts den Reiter individuelles Profil anklicken. Dort stellt die Stadt weitergehende Informationen zur Verfügung wie z.B. zum Klimaschutz- und Energiekonzept.  

      Podcast

      Im nachfolgenden Interview spricht Elisabeth Herzog-von der Heide, die langjährige Bürgermeisterin von Luckenwalde über Urbanisierung in Klein- und Mittelstädten, die Stadtentwicklung von Luckenwalde nach der deutschen Wiedervereinigung und ihr aus der ganz praktischen Arbeit geprägtes Verständnis von urbaner Nachhaltigkeit. Hör Dir das Interview an, es vertieft und illustriert viele Themen aus diesem Kurs, schon besprochene und solche, die wir in späteren Kapiteln aufgreifen.

      INTERVIEW EINFÜGEN

    • Elisabeth Herzog-von der Heide und Tobias Schröder vor einer Holztreppe in einem Baum in einer großen Halle.

      Das Gespräch mit Frau Herzog-von der Heide wurde im Gewerbehof Luckenwalde aufgezeichnet. Hier handelt es sich um ein umgenutztes altes Industriegebäude, das heute gemeinsam von der Stadt Luckenwalde, der Fachhochschule Potsdam und der Technischen Hochschule Wildau als Innovationsort betrieben wird. Der Gewerbehof verfügt über Coworking-Arbeitsplätze, einen Maker-Space mit allerhand frei verfügbaren technischen Geräten und dient zudem als Veranstaltungs- und Ausstellungsort für Wissenschaftskommunikation und Forschungsprojekte der beiden Hochschulen. Damit ist dieser Ort selbst ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung, nämlich zur Anregung von Innovationen. Wir kommen auf dieses Thema in Kapitel 11 zurück.