Buch: Drei Arten von unternehmerischer Nachhaltigkeit

1. Drei Arten von unternehmerischer Nachhaltigkeit

1.2. Nachhaltigkeit zweiten Typs

Die „Business Sustainability 2.0“ orientiert sich an der über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgehenden gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens (CSR: corporate social responsibility).

Stell Dir idealtypisch eine Unternehmerfamilie aus einem Roman von Thomas Mann vor, welche sich ihrem Heimatort verbunden fühlt und einen Teil ihres Wohlstands dafür einsetzt, dass der Ort davon profitiert. Eine große Variante davon sind große Familienstiftungen wie in Deutschland die Bertelsmann-Stiftung oder die Robert-Bosch-Stiftung, welche die Erträge aus den gleichnamigen Unternehmen nutzen, um Nachhaltigkeitsprojekte in der Gesellschaft voranzutreiben. Die Bertelsmann-Stiftung hat z.B. die Entwicklung des Portals „Nachhaltige Kommunen“ finanziert, das wir in Kapitel 2 kennen gelernt haben.

Kleinere Beispiele für CSR sind Handwerksunternehmen, die sich vor Ort gezielt für die Ausbildung von Flüchtlingen engagieren oder kostenlos die Grünpflege von Schwammstadtprojekten (vgl. Kapitel 4) übernehmen. Auch in diesem Fall bezieht sich Nachhaltigkeit nicht auf die Tätigkeit des Unternehmens an sich, sondern „nur“ darauf, dass man den Ertrag des Unternehmens für freiwilliges, über die gesetzliche Pflicht hinausgehendes sozial-ökologisches Engagement nutzt.